Geförderte Projekte

Ob Wohnhäuser, Vereinshäuser, Gewerbeobjekte oder Museen - schon viele tolle Objekte konnten in der Förderperiode 2014 - 2020 durch die LEADER-Förderung realisiert werden. Sehen Sie selbst und holen Sie sich Anregungen für Ihr eigenes Vorhaben!

Wenn Sie Interesse an einer LEADER-Förderung bekommen haben, wenden Sie sich bitte an das Regionalmanagement und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Loipen-Beleuchtung in Nassau

Wohnen in historischer Bausubstanz in Bräunsdorf

Vom Holz zum Produkt - neuer Spielplatz in Seiffen

Historische Details erhalten - Privates Wohnen in Luchau

Turmverkleidung aus Holzschindeln in Frauenstein

Detail im Mühlenturm der Wegefarther Mühle

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Kooperationsprojekt Berggeschrey – Die Region wird fit gemacht für den Welterbe-Titel

Die Erzgebirgsregion ist geprägt vom Bergbau. Dieser begründete nicht nur den Reichtum Sachsens sondern war auch Ausgangspunkt für den heutigen stark industriellen Charakter der Region.

Mit der Anerkennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als UNESCO-Weltkulturerbe erhält das Thema regional und überregional eine wesentlich stärkere Bedeutung. Der geringste Anteil der bergmännischen Schauanlagen sind aber tatsächliche Welterbe-Standorte. Viele werden ehrenamtlich durch Vereine betrieben. Regionen

Dadurch ergeben sich zweierlei Probleme. Zum einen weisen diese Anlagen oftmals keine touristischen Strukturen auf, die der Vermarktung einer Welterbe-Region gerecht werden könnten. Dies betrifft im Besonderen die Qualität der Führungen und die soziale und interkulturelle Kompetenz im Umgang mit den Besucherinnen und Besuchern. Zum anderen verfügen diese vereinsgeführten Anlagen oft nicht über die personellen und finanziellen Ressourcen, um dies zu ändern oder Fördermittel zu generieren, auch wenn es oft nur kleine Beträge sind, die gebraucht werden. Die Überalterung der Vereinsmitglieder tut ihr Übriges.

An dieser Stelle setzt das Kooperationsvorhaben Berggeschrey von acht LEADER-Aktionsgruppen der Erzgebirgsregion an. Die federführende Region ist die Region „Silbernes Erzgebirge“. Umgesetzt wird das Projekt durch den Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V.

Ziel des gemeinsamen Projektes ist die Unterstützung von ehrenamtlich arbeitenden Vereinen und Initiativen mit bergmännischem und bergbaulichem Profil zur Stärkung der Montanregion Erzgebirge.

Die Vereine erhalten Unterstützung und Weiterbildung zu verschiedenen Themen in Form von Workshops, Fachtagen und individueller Beratung. So fand am 26. Juni in Dippoldiswalde ein Workshop zum Thema „Archäologie im Altbergbau“ statt. Am 12. September wird ein Fundraising-Fachtag Möglichkeiten der Finanzierung vorstellen. Dieser Fachtag steht allen Vereinen offen - nicht nur den bergmännischen Vereinen. Informationen dazu finden Sie ab Ende Juli auf der Web-Seite der Region „Silbernes Erzgebirge“.

Um die Vereine bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen, finden jährlich an verschiedenen Orten Familientage statt. Den lokalen Akteuren wird die Möglichkeit gegeben, sich den Besuchern zu präsentieren und für ihren Verein zu werben. Im August 2019 fand dieser Familientag auf dem Gelände des Besucherbergwerks „St.Anna am Freudenstein“ in Zschorlau statt. Die für 2020 geplanten Familientage mussten leider coronabedingt vorerst abgesagt werden, sollen aber nachgeholt werden.

Projekte von Vereinen auch finanziell zu unterstützen ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Kooperation. Dafür wird der Kleinprojektefonds „BergbauErbe Erhalten“ gegründet und mit Spendengeldern gefüllt. Bergbauvereine können dann aus diesem Fonds Gelder für ihre Projektideen beantragen. Der Fonds wird zukünftig vom Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V. verwaltet. Gestartet werden soll er am 12. September 2020 zum Fundraising-Fachtag.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite des Fördervereins „Montanregion Erzgebirge“ unter http://fv-montanregion-erzgebirge.de/montan/berggeschrey und auf den Web-Seiten der beteiligten LEADER-Regionen.

Projektfilme

LEADER-Förderung in Schlottwitz, Glashütte

LEADER-Förderung in Nassau, Frauenstein

LEADER-Förderung in Oberbobritzsch

Eigene Projekte der LEADER-Region "Silbernes Erzgebirge"

Entwicklung eines Betreibermodells für die 8000er Blockline

Dem Mountainbike-Tourismus werden große Potenziale im Erzgebirge zugeschrieben. Mit der Ausweisung des neuen Mountainbike-Angebots "8000er Blockline" wird einem aktuellen Trend Rechnung getragen. Es wird ein für die LEADER-Region Silbernes Erzgebirge neuartiges Mountainbikeangebot etabliert.
Zur nachhaltigen Betreibung der Strecke muss ein tragfähiges Betreiberkonzept mit den an der Strecke beteiligten Kommunen ( Altenberg, Hermsdorf, Frauenstein, Rechenberg-Bienenmühle, Neuhausen, Dorfchemnitz, Sayda, Mulda, Seiffen) entwickelt werden. Da es sich bei der "8000er Blockline" nicht um eine abgeschlossene Freizeitanlage, sondern um ein frei zugängliches Streckennetz handelt, gibt es keine Bewirtschaftung im eigentlichen Sinne. Zwingend erforderlich ist eine regelmäßige Überprüfung der Streckenqualität und Beschilderung, sowie deren langfristige Sicherung - die Betreibung.

Das Vorhaben wird zu 80 % mit LEADER-Mitteln gefördert.

EPLR RGB       Leader 07 13 klein

 


 

Geocooperation Germany - Finland

Im Rahmen der Kooperation arbeiten zwei LEADER-Regionen zusammen, die beide einen zukünftigen
Geopark in ihrem Gebiet haben: die LEADER-Region Aisapari in Finnland mit dem Impact Craterlake
Geopark und die LEADER-Region "Silbernes Erzgebirge" mit dem GEOPARK Sachsens Mitte. Beide Geoparks streben in absehbarer Zeit eine Zertifizierung an.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, durch einen intensiven Erfahrungsaustausch und durch gegenseitiges Lernen die besten Voraussetzungen für die Zertifizierung zu schaffen, Ideen zu transportieren und Partnerschaften auf verschiedenen Ebenen zu generieren. Thematisch liegt der Fokus nicht nur auf den Geoparks, sondern auch auf Mobilität, regionaler Wertschöpfung und Tourismus.

Das Vorhaben wird zu 80 % mit LEADER-Mitteln gefördert.

EPLR RGB       Leader 07 13 klein

 


 

Geförderte Projekte

Ältestes Wohnaus in Ulberndorf

Eine junge vierköpfige Familie erwarb 2016 das Haus incl. Grundstück neben der alten Mühle in Ulberndorf. Es ist das mutmaßlich älteste Fachwerkhaus im Ort. Fortan wurde es im traditionellen Stil saniert, um der Familie ein neues Heim in der alten Heimat zu bieten.
Dazu wurde es notwendig, das Fachwerk im Obergeschoss teilweise zu erneuern und Verblendungen zu entfernen. Somit wurden die Sandsteingewände der Fenster wieder sichtbar und durch die Wahl der Sprossenfenster erhielt das Haus seine ursprüngliche Charakteristik zurück. Im Inneren setzt sich das durch die Nutzung von Lehmziegeln und das Verlegen von Steinböden und Dielen fort.
Wichtig war der Familie, mit der Küche und dem dort befindlichen Grundofen einen Wohnmittelpunkt zu schaffen. Der Grundofen ersetzt seither die Holzkohleöfen.
Auch für die Nebengebäude ist eine neue Nutzung gefunden. Perspektivisch soll für das Mediziner-Ehepaar in einem Anbau Platz für eine Hausarztpraxis geschaffen werden. Durch eine separate Wohnung im Erdgeschoss ist jetzt schon die Möglichkeit von Mehrgenerationen-Wohnen bedacht.

Herklotzmühle Seyde

Das Mühlenmuseum Herklotzmühle ist eine über 430 Jahre alte Wassermühle, die seit jeher eine mit Wasserkraft betriebene Produktionsstätte war und bis 1992 aktiv betrieben wurde. Das Wasserrad ist das primäre Glied in der technischen Abfolge von der Übertragung der Wasserkraft über die Kammräder, die Transmission und die Antriebe der Holzbe-und Holzverarbeitungsmaschinen und letztlich die Darstellung von Stromerzeugung mit Wasserkraft.
Ein Ausfall des Wasserrades hätte den Ausfall der gesamten Mühlentechnik zur Folge. Das Ziel des Projektes war deshalb die Erneuerung des Wasserrades. Zudem wurde mit einer Visualisierung mittels Kamerasystemen die Funktionsweise in geeigneten Räumlichkeiten sichtbar gestaltet und damit der Fortbestand der technischen Bildungsstätte garantiert.

Antragsteller:  Förderverein Herklotzmühle e.V.
Fördersatz:     80 %

Link Herklotzmühle Seyde

Kirche zu Ruppendorf

Die Kirche zu Ruppendorf gehört zum Dorfzentrum der Gemeinde. Am Eingangsportal ist die Jahreszahl 1674 zu lesen. Reste der einst gotischen Kirche lassen aber erkennen, dass sie mindestens 200 Jahre älter ist.
Die Kirche ist ein öffentliches Gebäude und wird vorrangig von den Mitgliedern der Höckendorfer Kirchgemeinde zu Gottesdiensten und Kasualhandlungen genutzt. Die Nutzung durch die Öffentlichkeit zeigt sich darüber hinaus in Konzerten, im Besuch der im Sommerhalbjahr offenen Kirche und in etwa monatlichen Führungen auf Anfrage.
Die Kirche wurde mit LEADER-Mitteln im Außenbereich saniert. Unter anderem wurden Ausbesserungen im Dachstuhl und Tragwerk, die Neueindeckung des Daches mit Biberschwanz, Ausbesserungen im Putz sowie ein neuer Anstrich vorgenommen.

Antragsteller:  Kirchlehen zu Ruppendorf
Fördersatz:     50 %

Link Kirche Ruppendorf

Verkostungsraum bei der Firma Essig-Schneider in Colmnitz

Die Firma Essig-Schneider existiert seit 1936, jetzt in 3. Generation. Ziel der Förderung war es, ein weiteres Standbein für den Familienbetrieb zu schaffen und ihn für die nächsten Jahre
wirtschaftlicher zu machen. Nachdem bei zwei Hoffesten und einzelnen kleinen Gruppen
provisorisch Betriebsführungen erfolgreich getestet und als wirtschaftlich interessant
erkannt wurden, wurde das Konzept nun professionell umgesetzt. Es entstand ein Gesellschaftsraum, in dem nach der Betriebsführung die Produkte vorgestellt, verkostet und natürlich auch verkauft werden können. Der Raum wurde in die obere Etage der Produktionsstätte eingebaut. Im Nebenraum befindet sich ein kleines Museum, was nach der Verkostung noch besichtigt werden kann.
Besuchergruppen aus Sachsen und ganz Deutschland können über die Präsentation und
Verkostung an das Unternehmen gebunden werden und Produkte über den online-Shop
beziehen.

Antragsteller:  Frau Schneider
Fördersatz:     80 % (netto-Förderung)

Link Essig Schneider Colmnitz

Wohnortnahe Versorgung durch den Landmarkt Ruppendorf

Der Landmarkt „Alte Schule“ in Ruppendorf existiert seit 20.12.2012. Er ist in Ruppendorf der einzige Nahversorger und bietet Lebensmittel des täglichen Bedarfs (vor allem regionale Produkte), ein Sortiment an Industrie, Haushalt- und Schreibwaren an. Auch ein "Schulcafé" gibt es in dem Markt wodurch er zum Treff- und Kommunikationspunkt im Ort wird. Das Geschäft hat sich über die Jahre stabil entwickelt und wächst langsam aber stetig.

Mit der LEADER-Förderung soll der Landmarkt Alte Schule zukunftsfähig gestaltet werden, so dass der Standort auch langfristig als zentraler Nahversorger in und um Ruppendorf Bestand haben kann. Zu diesem Zweck wurden Kühlelemente und Zubehör für die Erweiterung des Cafés angeschafft.


Antragsteller:  Frau Scholtyssek
Fördersatz:     60 % (netto-Förderung)

Link Landmarkt "Alte Schule" Ruppendorf